Die Idee, eine eigene Hexengruppe auf die Beine zu stellen, kam uns Anfang 2002. Eine Gruppe von Interessierten traf sich damals
bei Ingeborg im Gasthaus Hirsch. Es wurden erste konkrete Pläne ausgearbeitet, wie wir das Ganze relativ rasch auf die Beine stellen könnten. Nach mehreren Treffen und ausführlichen Diskussionen
entschlossen wir uns dann dazu, eine neue Dettinger Hexengruppe ins Leben zu rufen. Ab diesem Zeitpunkt ging es dann Schlag auf Schlag. Es folgten viele weitere Sitzungen, in denen auf die
neuen Dettinger Hexen allerhand Arbeit wartete. So mussten wir uns Gedanken über unser Häs, unsere Maske, unseren Namen etc. machen. Da aber jeder von uns begeistert von der Idee war, machte die
ganze Arbeit viel Spaß und es ging schnell voran.
Eines unserer ersten "Probleme" war dann auch die Suche nach einem passenden Namen. Natürlich benötigt eine Hexengruppe einen Namen, welcher schon etwas mit dem Ort Dettingen zu tun hat und im
Idealfall auch eine kleine, möglichst etwas gruselige Geschichte zum Hintergrund hat. Nach langem Hin und Her befragten wir dann auch mal Ingeborg, die Besitzerin unserer Stammkneipe, ob sie
nicht irgendeine Geschichte über Dettingen kenne, die sich für einen Namen unserer Hexengruppe eignen würde. Spontan fiel ihr da eine Geschichte vom Maoraloch ein, einem kleinen Waldstück
Richtung Dürrenmettstetten. Laut einer Sage trieben dort vor vielen Jahren Hexen ihr Unwesen, welche schwere Gewitter und Unwetter heraufbeschworen, die dann vom Maoraloch her über Dettingen
hereinbrachen. Und schon war der Namen gefunden:
MAORALOCH-HEXEN
Nun ging es daran, eine möglichst schöne Hexenmaske zu finden. Frank hatte auch schon eine Idee und den entsprechenden Kontakt zu einem Maskenschnitzer am Titisee. Also schauten wir uns den
Vorschlag des Maskenschnitzers an. Er gefiel uns allen auf Anhieb und so fuhr die ganze Truppe im Sommer 2002 nach Titisee-Neustadt, um für die Masken Maß nehmen zu lassen. An jeder Maske
sind zusätzlich noch Rosshaare angebracht. Also war auch dieses Problem gelöst.
Als nächstes mussten wir uns auch Gedanken über das "Hexen-Outfit", also unser Häs machen. Wir einigten uns auf eine rote Bluse mit dünnen dunklen Längs-Streifen, einen schwarzen Rock sowie einer
blauen Schürze und Strohschuhe. Natürlich dürfen auch eine anständige Hexen-Unterhose und fingerlose Handschuhe nicht fehlen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere Mädels, die den
Häs-Stoff besorgten und auch unsere Hexen-Unterhosen genäht haben.
Pünktlich zur Fasnetssaison 2003 war dann alles geschafft und die Maoraloch-Hexen waren bereit für die erste Taufe! Natürlich fand das Ganze in dem bereits erwähnten
Waldstück, dem Maoraloch statt.
Exkurs zur Dettinger Ortsgeschichte
Dettingen gehörte als preußische Exklave seit 1850 zum Regierungsbezirk Sigmaringen (Hohenzollernsche Lande),
bis 1854 zum hohenzollerischen Oberamt Glatt, bis 1925 zum Oberamt Haigerloch und von da an zum Landkreis Hechingen.
1971 wurde Dettingen nach Horb eingemeindet. Bis dahin trug auch die Bahnstation den Namen Dettingen (Hohenzollern).